
Kennen Sie die Kernspintomografie? Soll bei Ihnen zur Klärung Ihrer Beschwerden eine weitere diagnostische Maßnahme - eine Kernspintomografie - durchgeführt werden? Wenn Sie sich über die Bedeutung, Art und Umgang, Risiken und Gegenanzeigen sowie den technischen Ablauf der Untersuchung informieren möchten, lesen Sie sich bitte die folgenden Anmerkungen aufmerksam durch. Sollten letztlich noch Fragen offen bleiben, so stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
Die Kernspintomografie oder Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein relativ neues Verfahren, das aufgrund seiner Aussagefähigkeit und Risikoarmut in den letzten Jahren eine weite Verbreitung gefunden hat. Dabei kommen im Gegensatz zur Röntgendiagnostik und herkömmlichen Computertomografie keine Röntgenstrahlen zur Anwendung. Der Körper, oder in Ihrem Falle nur der zu untersuchende Teil, wird hierbei in ein starkes Magnetfeld gebracht und das Gewebe zur Aussendung von meßbaren Signalen angeregt. Diese werden registriert und duch aufwendige Rechenoperationen mit Hilfe eines leistungsfähigen Computers zu einem Bild verarbeitet. Es wird also nicht wie bei der Röntgenuntersuchung ein Bild von Ihrem Körper "geschossen" sondern sozusagen "errechnet" oder "konstruiert". Hier liegt der Vorteil dieser Untersuchungsmethode: Man kann den Körperabschnitt elektronisch "in Scheiben schneiden" und dadurch weitaus mehr Informationen gewinnen als mit den anderen herkömmlichen, nicht invasiven Untersuchungsmethoden. Besonders dargestellt werden sämtliche Weichteilstrukturen wie Bänder, Sehnen, Muskeln, Bandscheiben, Flüßigkeiten, welches beim konventionellen Röntgen nicht möglich ist.
Obwohl - wie oben erwähnt wurde - keine Röntgenstrahlung zur Anwendung kommt und die Untersuchung nach unserem heutigen Wissensstand risikoarm ist, sollten Schwangere grundsätzlich nicht mittels einer Kernspintomografie untersucht werden. Da es sich um ein starkes Magnetfeld handelt, können im Körper befindliche metallische Teile magnetisiert und eventuell bewegt werden. Dies kann bei Patienten, die Operationen hatten, bei denen an den Blutgefäßen sogenannte metallischen Gefäß-Clips verwendet wurden, zu Schäden führen. Deswegen sollten Patienten mit Metallteilen im Körper, wie z. B. nach Herzkranzgefäß- und Herzklappen-OP, nach Blutgefäßoperationen, nach Eingriffen an der Lunge, nach Kochenbruch-Operationen mit noch im Körper verbliebenen Metallteilen oder nach Endoprothesen-OP (z. B. Hüftgelenksersatz) nicht an dieser Untersuchung teilnehmen.
Sollte eine derartige OP bei Ihnen vorgenommen worden sein oder sollten Sie sich nicht im klaren darüber sein, ob Metallteile im Körper verblieben sind informieren Sie uns bitte darüber. Herzschrittmacher könnten durch das Magnetfeld ausgeschaltet werden. Aus diesem Grunde dürfen Patienten mit Herzschrittmacher sich auch nicht in die Nähe des Kernspintomografen begeben.
Schließlich - und das ist das häufigste Risiko - werden durch das starke Magnetfeld auch alle magnetisierbaren Gegenstände verändert. Deswegen nehmen Sie zur MRT bitte keine Scheckkarten, Tonbänder, Computerdisketten o. ä. mit.
Ich betreibe das Kernspintomagrafiegerät in Zusammenarbeit mit einigen anderen Kollegen. Aus diesem Grunde findet die Untersuchung nicht in unseren Praxisräumen, sondern im IZS, Kurfürstendamm 61 statt.
Sollten Sie Ihren Untersuchungstermin nicht wahrnehmen können, bitte ich um rechtzeitige Absage, da die Untersuchung sehr aufwendig und zeitintensiv ist. Wir werden dann einen neuen Termin vereinbaren. Die Untersuchung wird insgesamt ca. 35-45 Minuten dauern. Bitte halten Sie den vereinbarten Termin pünktlich ein, damit Wartezeiten vermieden und Ihre Untersuchungen wie geplant durchgeführt werden können. Bei Verspätung um mehr als 10-15 Minuten muß die Untersuchung ausfallen.
Ich hoffe, Ihnen hiermit schon wesentliche Fragen beantwortet zu haben. Für weitere Informationen stehe ich gern zur Verfügung.
Ihr
Helmut Mälzer
Anmeldung: Tel. 810 99 404 Termine für Privatsprechstunde: Tel. 766 801 05